Vorlesung und Mann mit Tablet - Bild von Rawpixel.com/Shutterstock.com(links) und Kinga/Shutterstock.com(rechts)

Was wir machen, und für wen wir es machen

Die Fachstelle koordiniert für Baden-Württemberg die Grundbildungs- und Alphabetisierungsarbeit im Projekt „Alphabetisierung und Grundbildung als Weg zu Erfolg und Teilhabe in Beruf und Gesellschaft“ des Europäischen Sozialfonds (ESF). Sie ist hierbei Ansprechpartner für Lernende, Weiterbildungsanbieter und Betriebe mit Weiterbildungsbedarf gleichermaßen. Der Fokus liegt hierbei auf der Arbeitsplatzorientierung der Grundbildungsarbeit. 11 Projektträger stellen dazu im Rahmen des Projekts finanziell geförderte Kurs- und Lerngebote bereit, um berufstätige Menschen mit nicht ausreichendem Grundbildungsniveau und insbesondere fehlenden Lese- und Schreibkompetenzen zu unterstützen. Ziel ist,

  • zunächst die Zahl der Nachfrager von arbeitsplatzorientierten Lernangeboten signifikant zu erhöhen,
  • sodann zunehmende Lernerfolge zu sichern und dadurch
  • schließlich die Zahl der funktionalen Analphabeten unter den baden-württembergischen Erwerbstätigen zu reduzieren.

Auf individueller Ebene ergeben sich insbesondere für niedrigqualifiziert Tätige, von Arbeitslosigkeit bedrohte oder betroffene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer durch die Maßnahmen der Grundbildung und Alphabetisierung neue Chancen auf dauerhafte Beschäftigung und berufliche Weiterentwicklung. Aus Sicht einer Erwerbsperson sind diese basalen Kompetenzen grundlegende Voraussetzungen, um

  • die Beschäftigungsfähigkeit zu erhalten,
  • die materielle Existenz zu sichern und
  • ein erfülltes Berufsleben führen zu können.

Betriebe profitieren ganz allgemein von der Anhebung des Kompetenzprofils der Beschäftigten, wenn diese dann an Weiterbildungen oder (Teil-) Qualifizierungen teilnehmen können. Auch wirtschaftlich zahlen sich Maßnahmen der Grundbildung aus, da zum Beispiel durch eine effizientere Kommunikation wertvolle Arbeitszeit eingespart werden kann oder die Produktivität des einzelnen Mitarbeiters bzw. der einzelnen Mitarbeiterin durch breitere Einsatzmöglichkeiten gesteigert werden kann.

Die hierbei geförderten Maßnahmen der Projektträger finden im Rahmen des operationellen Programms „Chancen fördern“ des ESF statt und haben das spezifische Ziel,

  • die Wettbewerbsfähigkeit von Erwerbstätigen zu steigern und
  • die mittelständische Wirtschaft zu stärken.

Die Fachstelle steht allen Interessierten bei allen Fragen zum Bereich Grundbildung und Alphabetisierung zur Verfügung. Sie arbeitet dabei gemäß Auftrag trägerneutral und gemeinwohlorientiert. 

Die Fachstelle wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und durch das Land Baden-Württemberg gefördert. Träger der Fachstelle ist die Technische Akademie für berufliche Bildung Schwäbisch Gmünd e. V.  Die Technische Akademie arbeitet gemeinnützig.

In einer Handreichung haben wir sechs Praxisbeispiele für Sie dargestellt, die die Arbeit der Projektträger illustrieren, u.a. bei Ritter Sport in Waldenbuch, WEISS automotive in Appenweier und ZF TRW in Alfdorf.

Der Link führt zu einer komprimierten PDF-Datei, ca. 1,4 MB: Download Handreichung. Gerne schicken wir Ihnen auf Anfrage die Datei digital in hoher Auflösung zu (Dateigröße dann ca. 10 MB).

Printexemplare erhalten Sie per Post. Bitte bestellen Sie per Mail mit Namen der Institution, des/der Bestellers/Bestellerin und Postanschrift bei: Knut.Becker@technische-akademie.de.

 

Die Fachstelle unterstützt die "Nationale Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung 2016-2026" durch

  • Aufbau und Pflege eines landesweiten Netzwerks der Projektträger und anderer Weiterbildungsanbieter zum Komplex arbeitsplatzorientierter Grundbildung und Alphabetisierung und Bündelung von Informationen und Weiterleiten im Sinne einer Informationsdrehscheibe.
  • Beratung und Information der Projektträger und anderer Weiterbildungsanbieter, von Betrieben mit Weiterbildungsbedarf im Grundbildungsbereich und der Öffentlichkeit.
  • Zusammenarbeit mit Akteurinnen und Akteuren aus dem Komplex Bildung – Wirtschaft – Soziale Arbeit – Arbeitsverwaltung.
  • Planung, Organisation und Durchführungen landesweiter Veranstaltungen zum Thema, Kontaktpflege zu Einrichtungen mit gleicher oder ähnlicher Aufgabenstellung aus anderen Bundesländern und nationalen Einrichtungen.
  • Angebot der Weiterbildung für Kursleitende.